Gold Race 2010
Teilnehmerbericht
 14. Gold Race Indeland beim MSC Huchem-Stammeln e.V. am 14. August 2010 Samstagmorgen war Brüggen und Umgebung in dicken Nebel gehüllt. Das weckte bei meinem Mann die  Hoffnung, dass wir vielleicht doch mit dem GT fahren. Ich blieb aber dabei: wir fahren „rot“. Die Entscheidung war gold-richtig. Petrus hat ein großes Herz für Oldtimerfahrer, die „unbedacht“ unterwegs sind. Das Wetter  war über den ganzen Tag perfekt. Der TR 4 hat sich dafür bedankt, indem er störungsfrei lief. Der schöne Plan, den historischen Hintergrund der Zitadelle in Jülich als Startort zu nutzen, wurde  leider kurzfristig zerschlagen. Also musste ein Schulzentrum herhalten, was aber vom  Platzangebot sowohl für Autos wie für Teilnehmer, nicht die schlechteste Lösung war.   Mit einem   appetitlich serviertem und äußerst leckerem Frühstück begann der Tag. Leider klappte die Versorgung mit  Kaffee nicht so gut. Manch einer wurde da erst mit Verspätung richtig wach. Der Fahrtauftrag für uns Sportler nahm zwar fast eine Seite im Bordbuch ein, hatte aber eigentlich nur 2 wichtige Punkte zu bieten:  Pfeile nach dem geforderten Befahren nie mehr ganz fahren, das galt für beide Richtungen und Verbindung zwischen den Aufgaben so weit wie möglich nach alter Karte. Dann gab es da noch den Hinweis auf doppellinig, durch dicke Linien oder 2 dünne blaue Linien dargestellte Wege, die gefahren  werden durften. Diese Vorgabe wurde während der Fahrt von einigen Teilnehmern zu der Aussage: dicke blaue Linie  zusammengefasst, was den ein oder anderen wortwörtlich auf den Acker schickte. Im ersten Kartenausschnitt hat wohl der Trick mit dem Pfeil schon dem ein oder anderen seine ersten Strafpunkte eingebracht. Wir kassierten die ersten Punkte direkt in der nächsten Aufgabe. Da war man froh, gesehen zu haben, dass der 1. Pfeil ein kleines  Häkchen hat und man ihn von unten anfahren muss, ließ dabei aber außer Acht, dass er dadurch nicht mehr der nächst erreichbare  Aufgabenteil war. Der kleine Haken über den Parkplatz vor dem Bürgerhaus wäre da näher gewesen. Also zwei Kontrollen in falscher  Reihenfolge. Dieser (wie auch andere) Fehler wurde aber am Schluss ganz gerecht nur mit einem Kontrollfehler bestraft. Ein einkopierter Kartenausschnitt, der die Strecke sperrte und ein zweiter Punkt auf dem selben Parkplatz, sowie ein kleiner versteckter Chinese am Schluss rundeten die Aufgabe ab. Damit keine Langeweile aufkam, hatte man über beide Etappen gesamt 5 Zeitprüfungen zu absolvieren. Wobei die Prüfung 3 gut gedacht, aber eher schlecht gemacht war. Sie hat jedenfalls nicht so funktioniert, wie der Veranstalter sich das vorgestellt hat. Wir sollten auf der Strecke in eine Richtung eine Zeit selbst setzen, auf der Rückfahrt die Zeit bestätigen. Es gab  erhebliche Probleme bei der Abwicklung, so dass die Landstraße vor dem Startpunkt zeitweise einer gut bestückten Oldtimer-  Ausstellung glich. Wir haben dort sehr viel Zeit verbracht. Mit dem Resultat, dass am Ende die Prüfung neutralisiert wurde. Danach befanden wir uns bald in Belgien und Peter Beckers hat uns wieder mit dem bekannt „guten“ Kartenmaterial dieser Gegend  erfreut. Auch die kleinen Straßen und Wege in dieser Gegend werden von Jahr zu Jahr schlechter und sichern bei entsprechendem  Fahrzeug nicht nur dem Mechaniker sondern auch dem Zahnarzt oder Orthopäden das tägliche Brot. Das Team Vater und Sohn Kamps hat außerdem die Gelegenheit für einen abenteuerlichen Ausflug durch Wald und Flur genutzt. Bei der Mittagspause im Restaurant „Chez Brigitte“ in Sippenaeken wurden wir mit einem leckeren Baguette beköstigt und hatten 45  Minuten Zeit zu entspannen. Kurz danach gab es wieder eine Zeitprüfung und in Aufgabe 13 wieder den ersten Kartenausschnitt. Hier kam dann die dicke blaue  Linie ins Spiel. Es gab aber auch wieder Pfeile zu beachten und eine korrekte Lösung mit einer Wende im Dorf gegen den  Uhrzeigersinn (und damit ohne negative Kontrolle) zurück zum nächsten Strich. Das war der schönste Trick in dieser Aufgabe. Die Aufgabe 14 hatte viele Striche und ließ einen leicht Übersehen, dass man nicht alle einfach nur der Reihe nach abfahren konnte,  sondern eine kleine Anbindung, quasi bei Leuten über den Hof, näher war und man die OK 63 zwei Mal zu notieren hatte. Am Ende gab es eine Überlappung zur nächsten Aufgabe, die manch einen veranlasste eine große Runde zu fahren- die aber völlig  überflüssig war. Eine längere Strecke mit Chinesen geführt hat wohl so manchen in echte Zweifel und Verwirrung gestürzt, es ging am Grenzübergang  Lichtenbusch über das Gelände der Autobahn, bzw. Raststätte. War aber so klar dargestellt, dass sich keiner verfahren konnte. Ob  mein Mann sich allerdings da allein hinein getraut hätte, wage ich zu bezweifeln. Am Anfang der Aufgabe 58 sollte uns eine SK am Straßenrand zum Stempeln verführen, wir mussten sie aber umfahren. Auf der  Anfahrt zur nächsten Aufgabe versperrte uns eine Veranstaltermarkierung den direkten Weg in der alten Karte. Diese musste durchs  Industriegebiet umfahren werden. Es folgten nur einige kleine Haken und Ecken, die aber sicher allgemein kein Problem dargestellt haben. Die Sonderprüfung 5 fand auf dem Gelände vor dem neuen Wahrzeichen der Region, dem „Indemann“ statt. Weiter ging es zu einer  DK am „kleinen Indemann“, direkt am Rand des großen Lochs vom Braunkohletagebau. Ein immer wieder erschreckender Anblick.  Was bei mir stets die Frage aufwirft: wieso dürfen die das? Die Indeland GmbH (RWE) ist der neue Hauptsponsor vom Gold Race und hatte Williy Wilms zugesichert, dass die Teilnehmer die  eigentlich gesperrte Straße entlang des großen Lochs befahren dürften. Das wurde uns dann doch verweigert, wofür sich am Abend  noch ein hoher Boss der Firma bei allen Beteiligten entschuldigt hat. Der nächste Kartenausschnitt in Aufgabe 86 führte uns durch das Geisterdorf Pier. Nur noch ganz wenige Bewohner harren zwischen  vernagelten Häusern aus. Ein gespenstisches Bild. Die kürzeste Anbindung an den Strich 2 , 2 X Über die OK 40, haben wir in diesem Szenario dann leider übersehen. Die Sonderprüfung 6 bestand aus 8 Pfeilen, die man aus kleinen Ausschnitten selbst in die große Karte übertragen musste. Für die  Sportler gewiss kein Problem, aber auch die Touristiker mussten diese Aufgabe lösen. Hier durfte man Pfeile dann auch nach Herzenslust überfahren, entgegen der sonstigen Vorgabe. Dies und die Tatsache, dass der  letzte Pfeil der vorhergehenden Aufgabe schon 2 Seiten zurück lag, ließ alle, bis auf Rainer Witte, vergessen, dass man erst mal hätte nach links fahren müssen, wo die Kotrolle 08 fast vergeblich auf Teilnehmer wartete. Später stellte sich dann heraus, dass dies für  Rainer Witte den Sieg bedeutete. Die letzte Aufgabe forderte von uns die kürzeste Gesamtstrecke. Leider hatte ich an dieser Stelle ein totales Brett vor dem Kopf und  erst ein „Denkanstoß“ von kompetenter Seite, ließ mich plötzlich die eigentlich simple Lösung finden. Ein Gläschen Sekt oder Saft und ein kaum zu bremsender Sprecher am Mikrofon ließen die Fahrt am Ziel ,wie gewohnt am Hexentor,  ausklingen.   Wie immer hat Peter Beckers eine Fahrt auf die Beine gestellt, die den Teilnehmern das Gefühl gibt: super gelaufen. Leider bekommt  man auch immer erst im Ziel mit, was man denn doch falsch gemacht an. Die Bedenken von Willy Willms, die Fahrt wäre eventuell zu schwer gewesen, kann ich absolut nicht bestätigen.   Das gewohnte Chaos beim hervorragenden Abendbüffet wurde durch das resolute Auftreten von GG (General Gudrun) verhindert. Einzelne Quertreiber (zu denen auch die Herren Hurtmann und Wolfertz zählten) wurden sofort zurecht gestutzt. Manch einer hat  glaube ich mitleidig gemurmelt: „armer Willy“. Die Auswertung für die Touristikfahrer, die immerhin mit rund 50 Startern vertreten waren, nahm doch recht viel Zeit in Anspruch. Erst  als diese Siegerehrung durchgeführt war, kam auch das Ergebnis der lediglich 10 sportlichen Starter an die Wand. Ohne weitere  Umschweife folgte auch sofort die Siegerehrung. Rainer Witte ist in diesem Jahr scheint’s nicht zu schlagen. Schon wieder ein Sieg für ihn. Mit nur einem Kontrollfehler mehr, aber mit  schlechteren Werten aus den Zeitprüfungen, landeten wir hinter Whisky + Erik auf Platz 3. Damit waren wir sehr zufrieden, zumal das  Gold Race wohl auch eine der Fahrten ist, die wir wohl nie gewinnen werden. Das Team Peter Kamps/ Dirk Kamps im schönen Opel Kadett B war etwas glücklos in den Zeitprüfungen, wobei sie eins von nur zwei  Teams waren, die in der ersten Etappe fehlerlos durch die Ori fuhren. Die zweite Etappe bescherte auch nur zwei Kontrollfehler, aber  die Punkte summierten sich leider so, dass es „nur“ für den 5. Platz reichte. Auch das Team Ralf Fischer/ Christoph Janoscheck war  etwas glücklos und fuhr im VW Käfer Cabrio auf Platz 7. Bis auf die Probleme bei einer Sonderprüfung eine sehr gelungene Fahrt, der wir sicher auch weiterhin treu bleiben. Die Platzierung der MSC DÜlken-Teams Hurtmann/Walendy 3/10 Kamps/Kamps 5/10 Fischer/Janoscheck 7/10   Die Ergebnisliste gibt es hier www.ori-rallye.de 
Bericht von Ricarda Walendy
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