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MSC Huchem-Stammeln
 10.03.2012 „Rund um den Indemann“ Bericht von Ricarda Walendy, Klasse A Direkt zu Beginn wurden Rufe nach dem Bewertungsbogen laut, damit man dem Punkt „vor dem Start“ schon mal die Note 6 verpassen konnte. Aufgrund massiver Anwohnerbeschwerden durften keine Teilnehmer mehr direkt an der Bürgerhalle parken. Nach dem Chaos der letzten Jahre kann ich das gut nachvollziehen. Gegen einen kurzen Spaziergang vom Ort bis zur Halle spricht auch nicht viel. Warum aber muss man die Leute noch hin und her scheuchen, um auf dem Parkplatz am Rathaus noch eine so genannte (und völlig überflüssige) technische Abnahme zu machen? Zumal auch das Wetter nicht wirklich freundlich war. Da findet man für das nächste Jahr sicher eine bessere Lösung. Es gab vor Ort noch einige Nachnennungen, so dass tatsächlich 50 Starter auf die Strecke gingen. Darunter auch einige wunderschöne Oldtimer, deren Besitzer ihr Schätzchen nicht zu schade war für diese nicht gerade „artgerechten“ Wege. Vielleicht wussten sie auch einfach nicht, was auf sie zukam. Ich habe aber nicht gehört, dass es Ausfälle gegeben hat. Chapeau! Alle Teilnehmer hatten 3 Orientierungsetappen und 4 Transportetappen zu bewältigen. Die Fahrtzeit für die reine Orientierung war für alle Klassen 3 Stunden. Wobei wieder an allen ZK`s die Zeiten einzuhalten waren. Rein theoretisch. Bei uns hat das schon in der ersten OE nicht geklappt. Darüber habe ich mich sehr geärgert, was aber völlig überflüssig war. Direkt in der ersten Aufgabe haben wir uns nämlich den dicksten Klopper geleistet. Zwei Kartenausschnitte in verschiedenen Maßstäben mit mehreren Aufgabenteilen zu einer Aufgabe zu verbinden sollte doch so schwierig nicht sein. Ja, ja, sollte! Leider doch nicht die richtige Reihenfolge bei der kürzeren Verbindung beachtet brachte 20 Strafpunkte, eine Kontrolle einfach übersehen, macht zusammen 30. Gäbe es im Ori-Sport nach jeder absolvierten Aufgabe eine Anzeige mit dem Punktestand, hätte ich an dieser Stelle wahrscheinlich schon alles aus dem Fenster geschmissen und wäre nach Hause gefahren. Der Rest der OE 1 blieb dann fehlerfrei. Allerdings haben uns die Aufgaben 7 und 8 insgesamt 16 Minuten der Karenz eingebracht und somit 8 zusätzliche Strafpunkte. Wobei die beiden Aufgaben auf dem Papier völlig harmlos aussehen. In der 7 gab es wieder 2 Skizzen ohne Maßstab, die einen Parkplatz in der Wallachei darstellten. An Ort und Stelle hatte ich aber erst einige Orientierungsschwierigkeiten und wir haben erst einige Runden „trocken“ gefahren, bevor wir dann den Stempler angefahren haben. Die Aufgabe 8 war so harmlos wie sie aussah- was einem aber unterwegs unheimlich ist und man sucht (vergebens) nach Haken und Ösen. Dann war der Weg vorbei am großen Kohleloch sehr lang und wir hatten nicht vom Anfang weg gemessen. Also noch mal zurück und mit Kilometerzähler auf ein Neues. Dann war es ganz einfach, aber die Zeit war futsch. In der OE 2 gab es auch für Klasse A wieder eine Folie mit Aufgabenteilen, die noch einzuarbeiten waren. Wir bewegten uns wieder auf bekanntem Terrain in der Gegend von Gevelsdorf, Ralshoven und Müntz, dort, wo man so gerne Kontrollen klaut. Somit gab es wieder Kontrollen, die in den Aufgaben direkt  vermerkt waren. Die 77 war zwei Mal zu notieren- kein Problem. In Aufgabe 3 führte ein Strich von der Folie an der 44 vorbei, dann eine SK. Ein guter Hinweis vom Fahrer- sonst hätte ich die 44 glatt vergessen. Gerade noch mal gut gegangen. Dass der Strich vor dem ehemaligen Rundfunksender 2 X auf der Folie war, habe ich auch erst im dritten Anlauf gesehen- nicht mein Tag. Trotzdem die OE 2 mit etwas Glück fehlerlos. Aber wir haben ja noch eine!! Von der ZK 4 zum Straßendreieck bei Viehoven gab es noch die OK 02, die ich eher zufällig gesehen habe, da ich bis dahin die Nase in den Unterlagen hatte. Aber auch andere Fahrer haben sie wohl übersehen. Wobei man schon sagen muss, dass die Schilder für eine Nachtfahrt, trotz kleiner Reflektoren, nicht wirklich gut geeignet sind. Sobald man vom Gegenverkehr geblendet wird, kann man sie kaum sehen. Nachdem wir uns um das Dreieck etwas schwindelig gefahren hatten, ging es wieder in unser „Schicksalsgebiet“ Schophoven bzw. Haus Müllenark.  Ich glaube, da bin ich noch nie problemlos herausgekommen, selbst wenn ich keinen Fehler gemacht habe. Aber viel Zeit haben wir dort schon verbracht. Dieses Mal waren es die Chinesen. Die machten eigentlich überhaupt keinen Sinn, da sie immer den Straßenverlauf zwischen den Punkten angaben. So sah es jedenfalls aus. Nun sagt mein Fahrer, er hätte sehr wohl hingeschaut ob vielleicht einer davon gespiegelt ist. Es waren nur 3 Zeichen! Klar, dass es nur die Nr. 8 sein konnte. Aber er hat es nicht bemerkt. Leider muss ich sagen, dass ich mir darüber gar keinen Kopf gemacht habe. An dieser Stelle wäre ich für einen Hinweis von links mal recht dankbar gewesen. So fehlte uns hier die zweite SK. Weiter ging es ins Geisterdorf Pier, in dem noch erstaunlich viele Häuser stehen. In einigen davon brannte sogar noch Licht. Schöner wohnen stelle ich mir anders vor. Von dort ohne Probleme weiter in Richtung der Gegend um den kleinen und großen Indemann. Auf dem Weg zum Kleinen lag ein Punkt. Wir wendeten auf dem Parkplatz vor dem Aussichtspunkt und mussten feststellen, dass es die Straße, die wir beim Gold Race vorbei am großen Loch benutzt hatten, auch schon nicht mehr gibt. Rhein-Braun frisst sich durch die Gegend- erschreckend. Die Aufgabe 7 gab vor, dass in allen Kreisverkehren in der Aufgabe die dritte Ausfahrt zu nehmen ist. Nun gab es kein Teil mit „A“, so dass der erste Kreisverkehr ja eigentlich noch auf dem Weg zur Aufgabe lag. Genau genommen wäre somit der Weg hoch zum großen Indemann nicht nötige gewesen und auch die nächste Wende über die OK 18 nicht. Da aber der Indemann der Fahrt den Namen gibt und aus Erfahrung immer anzufahren ist, haben wir darüber nicht weiter nachgedacht. Der Veranstalter aber auch nicht! Er wollte es so, wie wir (und wohl die meisten)es gemacht haben. Der erste Punkt in der 7 lag wieder neben der Strecke, irgendwo unten vor der Inde. Es gab zwei Kontrollen, eine direkt oben neben der Straße, wo man auch sofort gut wenden konnte, und eine unten am Wasser. Wir hatten schon die 29 notiert, aber diese Aufgabenstellung gab es beim Gold Race bereits und dort hatten wir es falsch gemacht. Also weiter Richtung Wasser gefahren und dort die 23 notiert. Man sollte ja schon aus seinen Fehlern lernen. Im letzten Kreisverkehr hat uns eine gesperrte Straße fast verleitet, die falsche Ausfahrt zu nehmen, dann hätte uns die 12 gefehlt. Aber noch rechtzeitig gemerkt. Die Aufgabe 8 ging wieder in zwei Bildern durch Pier. Es gab den Veranstalter-Hinweis, dass man vorsichtig fahren sollte, da im Ort einige Verkehrsschilder fehlen. Der Hinweis „es fehlen alle OK’s“ wäre hilfreicher gewesen. Die Aufgabenstellung war recht übersichtlich und klar, nur in keiner Runde stand irgendwas. Einzig den Stempelposten hatte man nicht geklaut. Da hat man auf der Suche nach Schildern schon wieder unnütz Zeit vertan. Etwas entnervt und schon wieder unter Zeitdruck ab zur letzten Aufgabe. Hier die Vorgabe, dass Punkte nur 1 X gefahren werden dürfen. Eigentlich kein Problem, nach dem Stempler wieder zur 27, dort wenden und wieder am Stempler vorbei zum Ziel. Leider nicht bedacht, dass man in Sackgassen die keine Wendemöglichkeit auf der Karte haben, nur mit Fahrtauftrag einfahren darf. Wobei es auch hieß, dass alle bereits gefahrenen Wege als doppellinig vorhanden gelten....? Also sollte man ausnahmsweise nicht zum näher liegenden 2. Punkt, sondern erst zum oben liegenden Strich und dann zum Punkt fahren, um wieder aus der Chose rauszukommen. Also die 27 zuviel auf Karte. Auf die Minute genau an der ZK, einmal tief durchatmen. Geschafft. Mit knurrendem Magen mussten wir noch einige Zeit ausharren, bevor es wieder das bekannt gute Abendbüffet gab. Obwohl es zwei oder drei Stellen gab, die der Veranstalter selbst nicht konsequent zu Ende gedacht hatte, habe ich keine großen Diskussionen und Proteste mitbekommen. Peter Beckers hat es tatsächlich geschafft, die Auswertung noch am Tag der Veranstaltung zu Ende zu bringen. Wer hätte das gedacht! Die Siegerehrung erfolgte kurz nach Mitternacht. Das hätte nach Aussage von Willy Willms auch schon etwas früher sein können, man wollte aber mit einem Ständchen für Jürgen Flender beginnen, der Sonntag einen runden Geburtstag zu feiern hatte. Wobei das schönste Geburtstagsgeschenk sicher der Klassensieg in der A war. Der MSC Dülken war mit 4 Teams angetreten. Christoph Janoschek musste auf seinen gewohnten Beifahrer verzichten und hatte sich mit Norbert Walter zusammen getan, dem fehlte umgekehrt der Fahrer. Sie belegten Platz 2 in der Gesamtwertung, Peter Kamps/Dirk Kamps kamen auf Rang 9. In der Klasse A reichte es für uns doch noch für Platz 2 und Alexander Kremer mit Klaus Schewior belegten in Klasse N Platz 4. Dass bei den Platzierten so oft der MSC Dülken genannt wurde, veranlasste Willy zu der Bemerkung, wir wären wohl der FC Wolfsburg des Ori-Sports und würden uns die Leute einkaufen. Wovon? Die Gesamtsieger hießen Adrian und Rainer Witte. Die beiden fahren für die RGO. Wie Willy weiter meinte: noch- vielleicht im nächsten Jahr auch für Dülken?
Ori 10.03.2012